Betrugswarnung (Scam): Gefahr bei Ledger-Geräten aus zweiter Hand!

Geposted von Marc Schwitter am

Anfang des Jahres tauchte die Meldung auf, dass ein Ledger-Nutzer auf einer Online-Verkaufsplattform über den Tisch gezogen wurde.

Der Nutzer kaufte eine gebrauchtes Hardware-Wallet Nano S, das bereits durch den Verkäufer initialisiert war, und verlor kurz darauf alle seine Coins.

Damit Ihnen das nicht passiert, ist es wichtig, dass Sie als Nutzer/in ihr Hardware-Wallet IMMER zuerst selbst initialisieren.

So gehen Sie vor:

  1. Gerät einschalten
  2. Eigenen Pin-Code generieren -> nehmen Sie NIEMALS einen Pin-Code von einem anderen Nutzer an!
  3. Lesen Sie die 24 Wörter, die das Gerät generiert (auch Seed-Wörter genannt), und schreiben Sie auf dem Wiederherstellungsblatt auf.

Wichtig: Das Wiederherstellungsblatt muss privat und sicher aufbewahrt werden. Wenn Sie es verlieren, verlieren Sie im Verlustfall des Wallets den Zugang zu Ihren Coins.

Sobald Sie das Gerät neu initialisiert haben, können Sie es hier konfigurieren und Ihre gewünschten Applikationen herunterladen:

Die Seed-Wörter werden nur vom Gerät generiert – die Anleitung von Ledger-Wallets beinhaltet keine Pin-Codes oder Seed- Wörter. Falls Sie ein Gerät erhalten, dem Unterlagen mit Seed-Wörtern oder Pin-Codes beiliegen , wurde das Gerät bereits gebraucht. In diesem Fall müssen Sie es zuerst in den Ursprungszustand zurückführen (Reset).


Wie lief der Betrug ab?

Der Anbieter verkaufte dem Nutzer eine gebrauchte Ledger Nano S, die bereits initialisiert war, und gab ihm die 24 Seed-Wörter. Damit haben alle, die im Besitz einer Kopie der 24 Wörter sind, Zugriff zu den Coins auf dem Gerät.

Der Vorfall war für den neuen Besitzer sehr kostspielig. Als Ledger von diesem Betrugsfall vernommen hatte, warnte das Unternehmen umgehend auf seiner Webseite. Ledger nahm mit dem Geschädigten Kontakt auf und hat ihn bezüglich rechtlichen Schritten beraten. Auch Ledger selber zieht rechtliche Schritte in Erwägung.

Wer ein gebrauchtes Ledger Hardware-Wallet kauft und feststellt, dass es bereits initialisiert wurde, sollte dem Support von Ledger die Kontaktdaten des Verkäufers angeben. So kann das Unternehmen entscheiden, ob rechtliche Schritte notwendig sind.

Der Verkäufer im vorliegenden Fall war kein offizieller Wiederverkäufer von Ledger. Er hatte in keiner Weise Bezug zum Unternehmen. Ledger kann keine Verantwortung für die missbräuchliche Verwendung von Geräten übernehmen, die bereits initialisiert wurden. Das Ledger Nano S ist ein sicheres Hardware-Wallet und wurde nicht gehackt.

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